Für Freizeitunfälle gut vorbereitet

Hannover, 30. Mai 2018 – Kaum ist der Frühling da, spielt sich das Leben wieder draußen ab. Hobbygärtner nutzen das sonnige Wetter, um den Rasen zu mähen, Hecken zu schneiden oder die Blumenbeete auf Vordermann zu bringen. Auch Kinder zieht es nach der Schule zum Spielen wieder ins Grüne. Aber die Beschäftigungen an der frischen Luft sind mit Risiken verbunden: Mehr als 200.000 Unfälle im Jahr passieren deutschlandweit bei der heimischen Gartenpflege und nicht selten kommen Kinder mit aufgeschlagenen Knien, Schürfwunden oder Insektenstichen nach Hause. Gerade in solchen Situationen ist es wichtig, eine vollständige Hausapotheke parat zu haben.

Neben den individuell benötigten Medikamenten gehören insbesondere Präparate gegen akute Beschwerden wie Schmerzen oder Fieber in eine Hausapotheke. Für Verletzungen im Freien sollten dazu Mittel wie eine Wund- und Heilsalbe oder ein Kühlgel für Verstauchungen griffbereit sein. Auch Hilfsmittel wie Mullbinden, Pflaster oder Zeckenzange sollten für den Ernstfall in der Hausapotheke parat sein. Die Medikamente werden am besten in der Originalverpackung mit Beipackzettel an einem trockenen, dunklen und kühlen Ort aufbewahrt. Viele Apotheken bieten ihren Kunden eine Überprüfung der Hausapotheke an. „Die ideale Zusammensetzung der Hausapotheke hängt auch von den Lebensumständen und den persönlichen Bedürfnissen ab. Eine Familie mit kleinen Kindern braucht andere Arzneimittel als ein Junggeselle.“ sagt Ina Bartels, Inhaberin der Johannes-Apotheke in Hannover.

Apotheker empfehlen, die häuslichen Arzneimittelvorräte mindestens einmal im Jahr zu überprüfen. Dabei sollten abgelaufene Arzneimittel entsorgt und die Hausapotheke mit neuen Arzneimitteln vervollständigt werden. „Ist das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum auf der Packung eines Medikaments überschritten, darf es nicht mehr angewendet werden. Hinzu kommt, dass einige Medikamente wie beispielsweise Augentropfen nach dem ersten Anbruch nur wenige Wochen lang verwendbar sind“, betont Apothekerin Ina Bartels, Vorsitzende des Bezirks Hannover-Stadt beim Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. Patienten sollten bei diesen Präparaten das Datum der Öffnung auf der Packung notieren. Nach Ablauf der Aufbrauchfrist dürfen diese Medikamente nicht mehr angewendet werden. Das gilt auch für Verbandsstoffe im Verbandskasten. Diese haben ein bestimmtes Haltbarkeitsdatum und müssen regelmäßig ersetzt werden.

In Niedersachsen sind täglich rund 1.950 Apotheken für ca. 400.000 Kunden eine wichtige Anlaufstelle in Gesundheitsfragen. Jede Nacht bzw. jeden Sonn- und Feiertag leisten dabei etwa 130 Apotheken in Niedersachsen Notdienst. Die Apotheken gewährleisten die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und Hilfsmitteln, stellen individuelle Rezepturen her und bieten kompetente Beratung zu zahlreichen Gesundheitsthemen.