Modellprojekt "Grippeschutzimpfungen in Apotheken" in Niedersachsen

Im Rahmen des Gesetzes für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention (kurz: Masernschutzgesetz) ermöglicht der Gesetzgeber regionale Modellprojekte zur Durchführung von Grippeschutzimpfungen in Apotheken. Krankenkassen und Apothekerverbänden haben seit dem 1. März 2020 die Möglichkeit, gemeinsam Verträge über regionale Modellprojekte zur Impfung zu schließen. 

Vereinbarung mit der AOK Niedersachsen
Der Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. (LAV) und die AOK Niedersachsen (AOKN) haben deshalb eine Vereinbarung über ein regionales Modellvorhaben zur Durchführung von Grippeschutzimpfungen in Apotheken nach § 132j SGB V geschlossen, um Grippeschutzimpfungen in Apotheken auch in Niedersachsen im Rahmen eines Modellprojekts zu ermöglichen. Die Vereinbarung trat am 1. November 2020 in Kraft und gilt zunächst bis zum 31. Oktober 2022 befristet für zwei Jahre.

Ziel der Vereinbarung
Gemeinsames Ziel ist die Steigerung der Impfquote gegen Influenza durch das Angebot eines niedrigschwelligen Zugangs zur Grippeschutzimpfung in öffentlichen Apotheken für Versicherte der AOKN. Die Grippeschutzimpfungen im Rahmen dieses Modellvorhabens werden zusätzlich zu den Grippeimpfungen in den Arztpraxen durchgeführt. Es dürfen nur volljährige Versicherte der AOKN in Apotheken geimpft werden.

Voraussetzungen für die Teilnahme für Apotheken
Es handelt sich um einen beitrittspflichtigen Vertrag, den der LAV mit der AOKN getroffen hat. Sofern Apotheken Versicherte der AOKN in ihrer Apotheke impfen möchten, müssen Apotheken für den Apothekenstandort, der die Impfungen durchführen soll, eine Beitrittserklärung abgeben. Dies können nur Apotheken sein, die ihren Sitz in Niedersachsen haben und LAV-Mitglieder sind.  

Die Grippeschutzimpfungen dürfen ausschließlich qualifizierte Apothekerinnen und Apotheker vornehmen, bei denen auch die sachlichen und räumlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Qualifizierung und die sachlichen und räumlichen Voraussetzungen ergeben sich aus dem Schulungscurriculum der Bundesapothekerkammer (Version 1.0.) und den Vorgaben der Leitlinie der Bundesapothekerkammer „Durchführung von Grippeschutzimpfungen in öffentlichen Apotheken“.

Zur Qualifikation müssen die Apotheken an entsprechenden Schulungsmaßnahmen teilgenommen haben. Nähere Informationen zu den Schulungen gibt es auf der Internetseite der Apothekerkammer Niedersachsen www.apothekerkammer-niedersachsen.de.

Das Modellvorhaben wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet, um Erkenntnisse zur Verbesserung der Impfquote durch Grippeschutzimpfungen in Apotheken zu gewinnen.

Mehr Informationen zum Modellprojekt finden Sie hier im Mitgliederbereich unter der Rubrik Arzneimittel/ Hilfmittel & Co. > Verträge/ Richtlinien > Sonstige Verträge > AOK Niedersachen – Vereinbarung über ein Modellvorhaben zur Durchführung von Grippeschutzimpfungen in Apotheken nach § 132j SGB V.