Pläne Lauterbachs sind apothekenfeindlich

Niedersachsens Apotheken kritisieren die Pläne des BMG zur Apothekenstrukturreform

Hannover, 22. Dezember 2023 – Der Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. (LAV) kritisiert scharf die neuen Eckpunkte des Bundesgesundheitsministeriums zur Apothekenstrukturreform.

„Die von Karl Lauterbach der ABDA-Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände präsentierten Pläne für eine Apothekenstrukturreform sind eine Missachtung des gesamten Berufstandes. Wieder einmal zeigt Lauterbach sein wahres Gesicht: Er ist kein Freund der Apothekerinnen und Apotheker!“, kritisiert Berend Groeneveld, Vorstandsvorsitzender des Landesapothekerverbandes Niedersachsen e.V. (LAV).

„Die Eckpunkte sind definitiv kein Signal zur Stärkung der Apothekerschaft, sondern ein toxisches Angebot und apothekenfeindlich! Wie soll das Geld umverteilt werden, wenn das Geld im System nicht mehr ausreichend ist? Diese Art der Umverteilung wird mittelfristig zu einer weiteren finanziellen Schwächung der Apotheken und nicht zu einer Stärkung führen! Lauterbach zeigt hier seine eklatante Unkenntnis finanzieller Zusammenhänge und Strukturen“, erläutert der LAV-Vorstandsvorsitzende Groeneveld. „Allein seine Idee, dass die Arzneimittelversorgung in den Apotheken teilweise oder auch ohne Präsenz von Apothekerinnen und Apothekern stattfinden kann, ist haarsträubend und widerspricht in jeglicher Hinsicht dem staatlichen und gesellschaftlichen Ziel der sicheren Arzneimittelversorgung, die wir als Hoheitsaufgabe vom Staat übertragen bekommen haben. Eine Apotheke kann es nur mit einer Apothekerin, bzw. einem Apotheker geben, so, wie es Arztpraxen nur mit Ärztinnen und Ärzten geben kann!“

Groeneveld kritisiert weiter: „Allen relevanten Gesundheitsberufen wird vom BMG mehr Geld für die Bekämpfung der großen Herausforderungen durch Krieg, Inflation, Energiepreise, Personalkosten und Lieferkettenproblematik zugestanden, nur den Apotheken nicht. Es nützt hier keine Umverteilung, sondern: Es muss Geld in das Gesundheitssystem investiert werden und zwar jetzt auch direkt in das System Apotheke!“