Apotheker fordern temporäre Aussetzung der Rabattverträge

Hannover, 18. März 2020 – Der Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. (LAV) fordert die temporäre Aussetzung von Rabattverträgen. Mit dieser Maßnahme werden nicht erforderliche Mehrfachkontakte oder Botendienste bei Nichtverfügbarkeit eines Rabattarzneimittels in Apotheken vermieden und die Umsetzung der Pandemiepläne wird gewährleistet.

„Angesichts der steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus ist es unseres Erachtens wichtig, dass eine direkte sofortige Versorgung der Versicherten in Apotheken ermöglicht wird und nicht erforderliche Mehrfachkontakte vermieden werden“, sagt Berend Groeneveld, Vorstandsvorsitzender des Landesapothekerverbandes Niedersachsen e.V. (LAV). „Patienten sollten bei Nichtverfügbarkeit eines Rabattarzneimittels nicht erneut in die Apotheke kommen müssen. Apotheken sollten gerade jetzt in dieser Krisensituation die Möglichkeit haben, ein anderes passendes Arzneimittel abgeben zu können, das in der Apotheke verfügbar ist.“

Der Landesapothekerverband Niedersachsen (LAV) e.V. vertritt die berufspolitischen und wirtschaftlichen Interessen der niedersächsischen Apothekeninhaber in der Öffentlichkeit, gegenüber der Politik, den Partnern im Gesundheitswesen und den Medien. Dem Verband sind rund 1.850 niedersächsische Apotheken angeschlossen.