Ukraine-Hilfe der Apotheker - Bedarfs- und zielgerecht spenden

Hannover, 3. März 2022 – Die Hilfsorganisationen der Apotheker sind für die Ukraine im Einsatz und rufen zu Geldspenden auf. „Der Krieg in der Ukraine führt dort zu Engpässen von Arzneimitteln, Verbandsstoffen und auch Hilfsmitteln,“ sagt Berend Groeneveld, Vorstandsvorsitzender des Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. (LAV). „Wir Apothekerinnen und Apotheker können und wollen helfen, um die Menschen dort bedarfsgerecht pharmazeutisch zu versorgen.“

Seit Beginn des Krieges helfen die Hilfsorganisationen der Apotheker zusammen mit ihren Partnern vor Ort, die Arzneimittel- und Hilfsmittelversorgung aufrecht zu halten. „Besonders in den ukrainischen Krankenhäusern werden Arzneimittel und Verbrauchsmaterial benötigt“, berichtet Groeneveld. „Die Hilfsorganisationen der deutschen Apotheker beschaffen deshalb das benötigte Material und bringen es an die ukrainische Grenze, wo es von den Partnerorganisationen in das Land gebracht wird. Dafür werden Geldspenden gebraucht“.

Direkte Arzneimittelspenden sieht Apotheker Groeneveld kritisch und erklärt: „Auch, wenn es gut gemeint ist: Sammlungen von Restarzneimitteln, ausrangierte Medikamente, die gegebenenfalls nur deutschsprachig beschriftet, angebrochen oder nicht mehr lange haltbar sind, sind keine Hilfe, denn diese werden in der Regel auch nicht vor Ort benötigt. Die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen tauschen sich eng mit ihren Partnern vor Ort aus und wissen dadurch genau, welche Arzneimittel dringend gebraucht werden. Sinnvoll ist deshalb eine bedarfs- und zielgerechte Unterstützung, die durch Geldspenden gut geleistet werden kann.“

Arzneimittelspenden und Transporte unterliegen außerdem strengen Anforderungen. Zum Beispiel dürfen Medikamente nicht einfach ausgeführt und eingeführt werden, müssen den Qualitätsanforderungen im Spender- und im Empfängerland entsprechen und die Haltbarkeit muss mindestens ein Jahr betragen. Diese strengen Regelungen sind notwendig, um auch vor Arzneimittelfälschungen zu schützen.

„Eine Geldspende an eine Hilfsorganisation kann durchaus weit mehr helfen“, sagt der LAV-Vorstandsvorsitzende. „Denn durch die Arbeit und die gute Vernetzung der Hilfsorganisationen mit den Partnern in den Krisengebieten wie jetzt in der Ukraine kommt auch die Hilfe an, die auch wirklich vor Ort benötigt wird.“

Mehrere Hilfsorganisationen von Apothekern sind derzeit für die Menschen in und aus der Ukraine im Einsatz. Dazu gehören Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V. und Apotheker helfen e.V. Weitere Informationen zu den Hilfsorganisationen und Spendenmöglichkeiten finden Sie auf der Internetseite www.lav-nds.de.

Der Landesapothekerverband Niedersachsen (LAV) e.V. vertritt die berufspolitischen und wirtschaftlichen Interessen der niedersächsischen Apothekeninhaber in der Öffentlichkeit, gegenüber der Politik, den Partnern im Gesundheitswesen und den Medien. Dem Verband sind rund 1.760 niedersächsische Apotheken angeschlossen.

Diese Pressemitteilung finden Sie unter www.lav-nds.de.

Ihre Ansprechpartnerin beim Landesapothekerverband Nds. e.V.:

Spendenmöglichkeiten

Informationen zu den Hilfsorganisationen der Apotheker und Spendenmöglichkeiten gibt es  >>HIER.