Protesttag der Apotheken am 23. März –
„Politik muss Versprechen halten!“
Hannover, 5. März 2026 – Der Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. (LAV) fordert die Bundesregierung auf, ihr Versprechen einzulösen und das Apothekenhonorar auf mindestens 9,50 Euro zu erhöhen. Der LAV weist auf den von der Politik verursachten Stillstand bei den Honoraren der Apotheken hin und appelliert an die Verantwortlichen, die Apotheken finanziell zu stärken, um die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung durch die Apotheken vor Ort zu sichern.
„Die Bundesregierung hat die Erhöhung des Apothekenhonorars auf 9,50 Euro im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Wir begrüßen daher ausdrücklich, dass Bundesgesundheitsministerin Warken in der ersten Lesung im Deutschen Bundestag angekündigt hat, das Apothekenhonorar noch in diesem Frühjahr anzuheben“, sagt Dr. Mathias Grau, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des LAV. „Obwohl die Zeit drängt, hat die Bundesregierung ihr Versprechen bislang nicht umgesetzt. Dies ist mitunter der Grund, warum wir Apothekerinnen und Apotheker gemeinsam mit unseren Teams am 23. März 2026 in Hannover protestieren. Wir möchten auf diese Weise die Bundesgesundheitsministerin weiter bestärken, die Honoraranpassung nun schnellstmöglich vorzunehmen.“
Das Apothekenhonorar ist gesetzlich geregelt. Das Fixum liegt seit 2013 unverändert bei 8,35 Euro. Aufgrund dieser Stagnation sowie stark steigenden Betriebs-, Personal- und Energiekosten geraten viele Apotheken zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten und müssen schließen. „Die Apotheken stehen unter massivem wirtschaftlichen Druck. Wird die Anpassung des Apothekenhonorars weiter hinausgezögert, gefährdet die Bundesregierung die flächendeckende Arzneimittelversorgung der Bevölkerung. Immer weitere Wege, verkürzte Öffnungszeiten und längere Wartezeiten sind vielerorts bereits Realität“, bewertet Dr. Grau die aktuelle Versorgungssituation.
In Hannover ist am 23. März 2026 eine zentrale Kundgebung um 13 Uhr auf dem Opernplatz in der Innenstadt geplant. Der LAV hat alle Apotheken in Niedersachsen dazu aufgerufen, an dem Tag geschlossen zu bleiben und an der zentralen Kundgebung teilzunehmen. Die Versorgung soll an dem Tag ausschließlich über die notdiensthabenden Apotheken erfolgen.