Erhöhung des Apothekenhonorars gefordert - Apotheken protestieren am 23. März
Hannover, 26. Februar 2026 – Am Montag, den 23. März 2026, protestieren die Apotheken bundesweit und somit auch in Niedersachsen für eine die wirtschaftliche Stärkung der Apotheken vor Ort. An diesem Tag bleiben die Apotheken geschlossen. Die Notfallversorgung erfolgt ausschließlich über die notdiensthabenden Apotheken. Der Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. (LAV) ruft an dem Tag außerdem zu einer zentralen Kundgebung in Hannover auf. Die Versammlung findet um 13 Uhr auf dem Opernplatz in der hannoverschen Innenstadt statt.
„Am 23. März kommen wir Apothekerinnen und Apotheker mit unseren Teams in Hannover zusammen, um für den Erhalt der qualitativ hochwertigen Arzneimittelversorgung durch die Apotheken vor Ort zu protestieren“, sagt Berend Groeneveld, Vorstandsvorsitzender des LAV. Hauptgrund des Protests der Apothekerschaft ist das seit Jahren stagnierende Honorar bei gleichzeitig stark gestiegenen Kosten. Groeneveld erklärt: „Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag die Anpassung des Apothekenhonorars schriftlich festgehalten. Wir unterstützen das aktuelle Gesetzgebungsverfahren von Bundesgesundheitsministerin Warken und die parallel laufende Anpassung der Arzneimittelpreisverordnung ausdrücklich, um die jahrelang ausbleibende Anpassung der Vergütung schnellstmöglich umzusetzen. Denn wir wehren uns dagegen, dass die Apotheken kaputtgespart werden!“
Die Apothekenzahl geht derzeit rasant zurück – auch in Niedersachsen. Apothekenschließungen bedeuten für die Patientinnen und Patienten noch längere Wartezeiten, verkürzte Öffnungszeiten und weitere Wege, um ihre Arzneimittel und die dazugehörige Beratung zu erhalten. „Die Politik muss jetzt Wort halten! Tut sie es nicht, werden weitere Kolleginnen und Kollegen ihre Betriebe schließen – und die Patientinnen und Patienten vor Ort darunter leiden, weil sich ihre Versorgungslage weiter verschärft,“ warnt LAV-Vorstandsvorsitzender Groeneveld.
Seit 2013 wurde die Apothekenvergütung nicht angepasst, dabei sind die Kosten in diesen 13 Jahren um 65 Prozent gestiegen. Viele Apotheken können diesen Druck nicht mehr standhalten und müssen schließen. Auch die Übernahme einer Apotheke oder Neugründung wird für junge Apothekerinnen und Apotheker zunehmend unattraktiver. „Kaum ein junger Mensch möchte unter diesen Voraussetzungen noch eine Apotheke eröffnen oder übernehmen. Wir brauchen finanzielle Stabilität, damit auch junge Apothekerinnen und Apotheker den Schritt in die Selbstständigkeit gehen und die Arzneimittelversorgung vor Ort in Zukunft sicherstellen. Auch deshalb protestieren wir am 23. März in Hannover“, sagt Groeneveld.