LAV: Honorarerhöhung erforderlich - Nur gestärkte Apotheken sichern Arbeitsplätze

Hannover, 25. Februar 2026 – Der Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. (LAV) fordert von der Politik, die Apotheken schnellstmöglich wirtschaftlich zu stärken und damit Arbeitsplätze vor Ort langfristig zu sichern. Mit dem Entwurf für das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (AVWG) ohne eine Erhöhung des Apothekenhonorars beschleunigt die Politik den Apothekenrückgang und gefährdet dadurch Arbeitsplätze in Apotheken vor Ort, hier in Niedersachsen und sogar bundesweit.

„Apotheken sind nicht nur pharmazeutische Betriebe“, stellt Frank Germeshausen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des LAV, dar. „Sie sind darüber hinaus kleine und mittelständische Wirtschaftsbetriebe und Arbeitgebende in der Region. Doch vielen Apothekenbetrieben geht es wirtschaftlich schlecht und sie müssen schließen. In der Folge gehen wichtige Arbeitsplätze auf dem Land, in Regionen und Gemeinden verloren. Eine schnellstmögliche Erhöhung des Apothekenhonorars auf mindestens 9,50 Euro, wir in Niedersachsen fordern mindestens zwölf Euro, ist notwendig, um die Arbeitsplätze qualifizierter Fachkräfte jetzt langfristig zu sichern.“ 

Weiter zeigt Germeshausen auf: „Als Gewerbetreibende tragen Apothekeninhaberinnen und -inhaber mit ihren Umsätzen zur Wirtschaft in Städten und Gemeinden bei, indem sie Gewerbesteuern zahlen. Wenn weitere Apotheken schließen müssen, fallen diese Einkommensquellen für Kommunen weg und das wirkt sich zusätzlich negativ auf die regionalen Finanzhaushalte aus.“ 

Pharmazeutische Berufe werden überwiegend von Frauen ausgeübt – bundesweit beträgt der Frauenanteil unter Apothekenbeschäftigten in öffentlichen Apotheken 89,2 Prozent. „Apotheken sind familienfreundliche Arbeitgebende. Viele Beschäftigte arbeiten in Teilzeit, was die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und der Pflege von Angehörigen möglich macht – ein Arbeitsmodell, das häufig für Frauen von großer Bedeutung ist. Apothekenschließungen treffen deshalb vor allem Frauen“, betont Germeshausen. „Vor diesem Hintergrund muss die Politik das Honorar zeitnah anheben, damit die Apotheken wirtschaftlich bestehen können. Tut sie es nicht, akzeptiert sie den Apothekenrückgang und sieht weiter zu, wie wohnortnahe Arbeitsplätze auf Kosten pharmazeutischer Fachkräfte wegfallen. Leistungskürzungen in der Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung werden die Folge sein. “ 

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