Gewappnet für die Pollenflugsaison

Hannover, 22. Februar 2019 – Niesattacken, eine laufende Nase und juckende Augen: Der Winter ist noch voll im Gange und schon geht sie los die für Allergiker lästige Pollenflugsaison. Trotz der kühlen Temperaturen in den ersten Wintermonaten fliegen bereits seit Ende Januar Hasel- und Erlenpollen in der Luft. Aufgrund der derzeitig milden Temperaturen leiden schon jetzt viele Betroffene unter den Symptomen einer Pollenallergie. Ab März beginnt dann für die Birke die Blütezeit, gefolgt von verschiedenen Gräserpollen, die dann von Mitte April bis Mitte August aktiv sind.

Hilfreiche Tipps zur Vorbeugung bei Pollenallergien und Beratung rund um die richtige Medikation erhalten Betroffene in ihrer Apotheke vor Ort. „Bei einem akuten Anfall helfen Allergikern Augentropfen mit Wirkstoffen, die den Allergie-Botenstoff Histamin hemmen“, rät Ina Bartels, Inhaberin der Johannes-Apotheke in Hannover. „Sie lindern die wesentlichen Beschwerden, wie zum Beispiel juckende Augen bei Pollenallergikern.“ Gegen die verstopfte Nase bei Allergiebeschwerden helfen antiallergische Nasensprays. Vorübergehend können auch schleimhautabschwellende Nasensprays verwendet werden. „Diese sollten aber ohne Unterbrechung nicht länger als fünf Tage eingesetzt werden, sonst kann die Schleimhaut austrocknen und ein Gewöhnungsprozess einsetzen“, sagt Ina Bartels, Vorsitzende des Bezirks Hannover-Stadt beim Landesapothekerverband Niedersachsen e.V.

Neben einer richtigen Medikation können Allergiker mithilfe weiterer Maßnahmen ihr Leben während der Pollenflugsaison erleichtern. Das Duschen und Haare waschen vor dem Schlafengehen zum Beispiel können ebenfalls für eine beschwerdefreie Nacht sorgen, denn so werden auf dem Körper haftende Pollen entfernt. Außerdem sollte die getragene Kleidung nicht mit ins Schlafzimmer genommen werden. Dadurch bleibe das Schlafzimmer weitgehend pollenfrei. Um die Pollenkonzentration in der eigenen Wohnung möglichst niedrig zu halten, sollte beim Lüften auf den richtigen Zeitpunkt geachtet werden.

Auf dem Land ist die Pollenkonzentration beispielsweise morgens besonders hoch, deshalb sollte dort eher am Nachmittag und Abend gelüftet werden. Für die Stadt gilt genau das Gegenteil. Dort ist die Konzentration am Abend sehr hoch, so dass hier besser morgens gelüftet werden sollte.

Grundsätzlich gilt: Eine Pollenallergie sollte nicht unterschätzt werden. Bei einer Pollenallergie entzünden sich die Nasenschleimhäute. Unbehandelt kann sich die Entzündung auf andere Schleimhäute wie die Nebenhöhlen oder auch die Mittelohren ausweiten, im schlimmsten Fall sind ernste Atemwegserkrankungen wie Asthma die Folge. Wird die Pollenallergie rechtzeitig und ausreichend behandelt, können die Beschwerden gemildert und allergischem Asthma vorgebeugt werden.